Netzwerk-Bridge ohne IP-Adresse mit Debian einrichten

Es gibt Xen-Setups wo es notwendig ist eine Network-Bridge ohne IP-Adresse einzurichten. Statt mit den Xen-eigenen Scripten (network-script more-network-bridges) zu arbeiten, kann man die Bridge mit Debian Boardmitteln konfigurieren. Dafür müssen lediglich die bridge-utils installiert sein. Funktioniert mit Lenny und Squeeze.

Setup eth2 als Bridge: /etc/network/interfaces

auto br2
iface br2 inet manual
      bridge_maxwait 5
      bridge_ports eth2

Xen-Domain „myxen“, Konfiguration in /etc/xen/<myxenconfig>:

[...]
vif = [ 'bridge=br2' ]
[..]

Die IP-Adresse wird dann direkt in der Xen-Domain konfiguriert.

Xen Live Migration ohne Cluster-Filesystem oder NFS

Im Xen-Domains im laufenden Betrieb auf einen anderen Host umzuziehen, ist eigentlich ein geshartes Filesystem notwendig (z.B. NFS, OCFS2 oder GFS). Mit Hilfe von DRBD kann man zumindest in einem 2 Cluster-Knoten darauf verzichten. Schicke Lösung, die sehr gut funktioniert. Mehr Infos siehe Link unten…

Systemvoraussetzungen

  • DRBD ab Version 8.0.6
  • Heartbeat ab Version 2.1.3 (aktuellstes Xen-OCF Script)
  • Xen 3.2 (evtl. reicht auch Version 3.0.3)

Links

Ubuntu 8.04 LTS mit DRBD und Xen – Pleiten, Pech und Pannen

Mein Plan war es mit dem neuen Ubuntu 8.04 LTS einen HA-Cluster auf Basis von Xen 3.2, DRBD v8 und Heartbeat 2.1.3 aufzusetzen. Theoretisch ein toller Plan, denn Ubuntu bringt alle notwendigen Pakete mit. Praktisch ist dieses Release aber ein einziger Blindgänger.

Hier die Einzelkritik:

Netzwerk in Xen-Domains

Der Xen-Kernel 2.6.24-16-xen hat den unschönen Bug, dass innerhalb der Xen-Domains kein Netz funktioniert:

DRBD mit Kernel 2.6.24

Ausserdem ist im Kernel 2.6.24 ein Bug drin, der in Verbindung mit DRBD 0.8.11 dafür sorgt, dass das Log voll mit Fehlermeldungen „drbd0: local disk flush failed with status -5“ ist.

Entweder man compiliert sich die neuste DRBD-Version 0.8.12 und benutzt die Optionen „no-diskflushes“ und „no-md-flushes“ oder baut sich gleich einen eigenen Kernel (2.6.25)

Shell

Ubuntu hat die Default-Shell auf /bin/dash umgestellt. Dumm nur, dass viele Heartbeat OCF-Skripte damit nicht mehr korrekt funktionieren. Jetzt kann man entweder in die Skripte „#!/bin/bash“ schreiben oder gleich /bin/sh mit /bin/bash verlinken.

Kernel Ooops

Der Xen-Kernel von Debian und Ubuntu scheint schon länger ein Problem auf SMP-Systemen zu haben.

Fazit

Wenn man mal einen Blick in den Bugtracker von Ubuntu vagt und die unzähligen weiteren Probleme sieht, dann muss man zugeben, dass das Release 8.04 ein schlechter Witz ist. Am 3.7.2008 soll der erste „ServicePack“ erscheinen. Kann ja nur besser werden…